Ehemalige HAK-Absolventin in den USA ausgezeichnet

Montag, 7. Januar 2019 | Christian Hawle

Die aus Vöcklabruck stammende politische Theoretikerin Claudia Leeb (49) gewann den Hauptpreis für exzellente österreichische Wissenschafter in den USA.

Den mit 10.000 Euro dotierten "Junior Principal Investigator Award" der Ascina-Preise erhielt die österreichische Wissenschafterin für ihr Buch "Power and Feminist Agency in Capitalism: Toward a New Theory of the Political Subject" (Oxford University Press, 2017). Darin geht es um von weißen Männern dominierte Machtstrukturen in der kapitalistischen Gesellschaft und darum, wie sich Frauen, ethnische Minderheiten und die arbeitenden Menschen dagegen auflehnen.

Ascina ist seit 2002 das Netzwerk österreichischer Wissenschafter in Nordamerika (Austrian Scientists and Scolars in North America). Der Preis wird vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf Basis einer internationalen Begutachtung vergeben. Die Preisverleihung gilt als der Höhepunkt des jährlich stattfindenden Austrian Research and Innovation Talks (ARIT).

Am 8. Dezember 2018 wurde der Preis von Wissenschaftsminister Faßmann in Washington DC an Claudia Leeb überreicht. Die Preisträgerin, die in ihrer Heimatstadt zuerst das Gymnasium und dann die HAK besuchte, wo sie 1988 maturierte, ist seit vielen Jahren wissenschaftlich höchst erfolgreich in den USA aktiv.

In einem kommenden Projekt wird sie sich mit dem weltweiten Aufstieg der Rechten und extremen Rechten beschäftigen und fragen, warum das durch viele Anhänger möglich wird, obwohl diese es eigentlich aufgrund der Geschichte besser wissen sollten. Claudia Leeb arbeitet an der School of Politics, Philosophy and Public Affairs der Washington State University in Pullman (US-Bundesstaat Washington).

Link zur Preisverleihung: Preisverleihung auf Youtube

Link zur Berichterstattung auf derStandard.at: Standard Artikel über die Preisverleihung